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Wandspiegel 24. Juni 2009 um 10:57 Uhr

Geschichte
Zur normalen Grundausstattung eines modernen Haushaltes gehört seit dem Zeitalter des Barock auch ein Wandspiegel. In dieser Zeit entstand der erste Spiegelsaal auf deutschem Gebiet in der Residenz Rastatt im Schloss Favorite. Ludwig Wilhelms junge Witwe Sibylla Augusta ließ in die Wand- und Fensternischen Spiegel einsetzen und erzeugte durch diese besonders bizarre Brechung des Kerzenlichtes optische Täuschungen und raffinierte Lichteffekte im gesamten Raum.
Im 19. Jahrhundert wurde der Wandspiegel in zunehmendem Maße ein wichtiger Einrichtungsgegenstand in den bürgerlichen Wohnungen den Kaffeehäusern, Restaurants oder auch Theaterfoyers.

Mythen und Aberglaube
Die Symbolik des Spiegels begleitet die Menschheit seit der Antike. Der Spiegel steht für die Zeichen von Eitelkeit und Wollust ebenso wie für Selbsterkenntnis Klugheit und Wahrheit. Ein häufig zitiertes Wort aus dem Bereich des Aberglaubens lautet: Wenn man einen Siegel zerbricht wird man 7 Jahre vom Unglück verfolgt.

Wandspiegel heute
In einer modern eingerichteten Wohnung fehlt auch in der heutigen Zeit nur selten ein Wandspiegel. Die Auswahl der Größe und Form ist zumeist dem Einrichtungsstil der Wohnung angepasst oder wird völlig konträr als Blickfang genutzt. Die Rahmengestaltung eines Spiegels unterliegt keinem besonderem Modetrend, einfache glatte Holzrahmen sind ebenso erhältlich wie kunstvoll gearbeitete Metallkonstruktionen oder mit Ornamenten verzierte Holzrahmen. Durch die industrielle Fertigung ist es den Herstellern heute möglich, jede geometrische Figur als Grundriss für die Spiegelfläche zu nutzen. Spiegelfliesen ermöglichen die kreative individuelle Gestaltung an der Wand als reizvolles dekoratives Element.

Fazit
Der Wandspiegel ist auch in der gegenwärtigen modernen und schnelllebigen Zeit kennzeichnend in seiner Bedeutung als Gebrauchsgegenstand sowie als repräsentatives Wohnungsaccessoire.

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